Erfolgreiches Seminar von „Dortmund stellt sich quer!“

Seminar Knapp 50 Nazigegner, unter anderem aus Antifagruppen, der Friedensbewegung, den Gewerkschaften und weiteren linken Organisationen, haben am Samstag, den 28. November an unserem Seminar in Dortmund teilgenommen. Dieses stand unter dem Motto „NRW und seine Nazis – Denn sie werden nicht durchkommen!“. In von Ulla Jelpke (MdB, Die Linke), Isolde Aigner (Arbeitsstelle Neonazismus, FH Düsseldorf) und Markus Bernhardt (Tageszeitung junge Welt) geleiteten Arbeitsgruppen, informierten sich die Anwesenden über den vermeintlichen Antikapitalismus von rechts, der Kulturalisierung rechter Ideologie und befassten sich mit den rechtsextremen Positionen zu Krieg & Frieden. Das Seminar hatte zuvor mit einem Vortrag von Jürgen Peters zum Thema „Neonazis in NRW“ begonnen.

Einig waren sich die Anwesenden, im kommenden Jahr erneut entschlossen gegen den drohenden neofaschistischen Großaufmarsch in der Ruhrgebietsmetropole zu protestieren. Verschiedene Gruppen aus Süddeutschland und Berlin haben dafür bereits ihre Unterstützung zugesichert.

Bereits jetzt haben wir mit unseren Planungen für antifaschistische Aktivitäten rund um den so genannten „Nationalen Antikriegstag“ der Nazis im kommenden Jahr begonnen. Gemeinsam mit allen, die gegen die vorherrschende aggressive Kriegspolitik und die Neonazis demonstrieren wollen, werden wir entschlossen auf die Straße gehen, um den neuerlichen Großaufmarsch der Faschisten 2010 in Dortmund zu verhindern.

Zuvor rufen wir Euch auf, an den Prostesten gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden teilzunehmen. Die Aufmärsche in Dortmund und Dresden sind zwei Seiten der selben Medallie! Bereiten wir den Nazis in beiden Städten ein Desaster!

Dortmund stellt sich quer!

Grußbotschaft der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) an die Konferenz von „Dortmund stellt sich quer“ am 28.11.2009

Liebe
Genossinnen und Genossen,

Die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dortmund am 5. September diesen Jahres waren ein kraftvoller Auftakt für weitere Aktivitäten im kommenden Jahr. Ein Erfolg besteht auch darin, dass so viele Menschen an den Aktionen teilgenommen haben. Laut Polizei waren an den Protesten mehr als 6.000 Menschen beteiligt, von denen sich ein erheblicher Teil den Nazis offensiv entgegengestellt hat.

Wir begrüßen die Zusammenarbeit von AntifaschistInnen aus unterschiedlichen Spektren der Linken, von Linkspartei, Gewerkschaften, Friedensgruppen, DKP, türkischen und kurdischen Linken und anderen linksradikalen Gruppen, die sich im Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ zusammengefunden haben um die Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch voranzutreiben.

Der jährliche September-Aufmarsch der Nazis in Dortmund stellt neben dem Aufmarsch im Februar in Dresden eines der zwei kontinuierlichen bundesweiten Großevents der Nazis dar. Die Neonazi-Szene in Dortmund stellt einen besonders aggressiven und offensiven Teil der rechtsextremen Szene in der Bundesrepublik dar, insbesondere die „Autonomen Nationalisten“ sind hier besonders gut vernetzt. Dortmund hat eine starke Nazibewegung, der antifaschistische Widerstand ist jedoch noch zu schwach entwickelt. Regelmäßig finden Angriffe auf Linke statt, besonders brutal war der Überfall auf die DGB-Demo am 1. Mai 2009. Gerade die Antifa-Mobilisierung 2009 hat aber erstmals gezeigt, dass es möglich ist, durch ein breites Bündnis die lokalen antifaschistischen Strukturen zu stärken.

Wir wollen an das in diesem Jahr erheblich gewachsene Interesse an einer breiten Mobilisierung, die die Anti-Kriegsfrage nicht außer Acht lässt anknüpfen. Sinnvoll erscheint uns vor allem in der eigenen Bündnisarbeit eine klare Anti-Kriegs-Position immer zu thematisieren, denn eine reine „Nazis-Raus!“-Mobilisierung geht am Problem vorbei. Stattdessen wollen wir den Antikriegstag als antifaschistischen und antimilitaristischen Gedenktag, wieder mit linken Inhalten füllen.

Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Konferenz und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit gegen den Naziaufmrasch 2010 in Dortmund

Fight War – Fight Fascism!





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