Archiv für April 2010

Erfolgreiche Antifa-Demonstration in Dortmund

Knapp 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten haben am heutigen Freitag (30.4.) an unserer Demonstration gegen den neuerlichen Aufmarsch der neofaschistischen „Autonomen Nationalisten“ in Dortmund teilgenommen.

Zu den antifaschistischen Protesten hatten wir gemeinsam mit dem „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ unter dem Motto „Gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg!“ aufgerufen.

Die antifaschistische Demonstration, an der unter anderem die Antifaschistische Jugend Dortmund, Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, des Linken Bündnis Dortmund und anderer linker Organisationen und Parteien teilnahmen, begann gegen 17 Uhr am Katharinentor und führte über die Rheinische Straße hin zum Wilhelmplatz im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld, wo viele der lokalen „Autonomen Nationalisten“ in wohnen.

„Uns war es wichtig, der Bevölkerung in Dorstfeld, wo viele Migrantinnen und Migranten leben, die unter dem tagtäglichen Naziterror leiden, unsere Solidarität zu zeigen“, so ein Sprecher von „Dortmund stellt sich quer!“. Nach Ende der erfolgreichen Demonstration beteiligten sich die Teilnehmer unserer Demonstration an spontanen und dezentralen Protesten gegen den Aufmarsch der Nazis.

Der etwa 80 Neofaschisten zählende Aufmarsch konnte jedoch aufgrund der massiven Präsenz von mehreren polizeilichen Hundertschaften nicht gestoppt werden. So konnten die Neofaschisten mit etwas mehr als zweistündigem Abstand die gleiche Route entlang marschieren, die kurz zuvor von uns genutzt wurde. Dabei kam es immer wieder zu Protesten von Antifaschisten und Anwohnern.

Da auch aus dem Dortmunder Umland zu dem erneuten Aufmarsch aufgerufen wurde, dürfte die Teilnehmerzahl der Nazidemo unter den Erwartungen der Organisatoren liegen und keinen Erfolg für die Dortmunder Naziszene darstellen.

Einer der Teilnehmer der Nazidemonstration sorgt jedoch mittlerweile für einen lokalpolitischen Skandal. So nahm der ehemalige Dortmunder Feuerwehrchef Klaus Schäfer, noch immer einer der höchsten Beamten der Stadt, an dem Naziaufmarsch teil und war vielen Teilnehmern, die er mit Handschlag grüßte, offenbar wohlbekannt.

Abschließend betrachtet ist die Demonstration von „Dortmund stellt sich quer!“ und des „Bündnisses Dortmund gegen Rechts“ als Erfolg zu bewerten, da es unseren Organisationen – im Gegensatz beispielsweise zu unseren Protesten gegen den so genannten „Nationalen Antikriegstag“ der Nazis im September 2009 – wiederholt gelang, direkt vor den Wohnungstüren der Nazis in Dorstfeld zu demonstrieren und der dortigen Bevölkerung unsere Solidarität zu zeigen.

Erstaunt hat uns hingegen, dass andere Dortmunder Organisationen, die sich eigenen Angaben zufolge den Nazis heute ebenfalls in den Weg stellen wollten, nirgendwo zu sehen waren und es offenbar nur bei Ankündigungen im Internet belassen haben, was wir explizit bedauern.

Wir hingegen werden in den kommenden Wochen und Monaten die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Spektren von Nazigegnern, die sich heute wiederholt gezeigt hat, weiter ausbauen und unsere antifaschistischen Aktivitäten gegen den am 4. September drohenden Aufmarsch der Nazis verstärken und alles geben, um den Nazis eine empfindliche Niederlage zuzufügen und ihren Aufmarsch zu stoppen!

„Bündnis Dortmund stellt sich quer!“

30.04., 17:00 Uhr, Katharinentor: Naziaufmarsch verhindern!

Naziaufmarsch verhindern! Antifaschischistische Demonstration: „Gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg!“

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer!“ ruft wie bereits berichtet gemeinsam mit dem „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ und anderen antifaschistischen Organisationen zu einer Demonstration gegen den für morgen (Freitag, den 30.4.2010) angekündigten Aufmarsch der neofaschistischen „Autonomen Nationalisten“ auf.

Unsere Demonstration ist bei der Polizei angemeldet und bereits genehmigt und startet ab 17 Uhr am Katharinentor mit einer Kundgebung. Von dort aus soll sie nach Dorstfeld führen, wo das Gros der lokalen Neonazis wohnt und wo nach derzeitigem Stand (!) auch der Aufmarsch der Nazis enden soll.

Beteiligt Euch an den geplanten Aktivitäten von „Dortmund stellt sich quer“! Verhindern wir gemeinsam den Aufmarsch der Neonazis!

Noch ein Hinweis für alle potentiellen Teilnehmer:

Auf unserer Demonstration sind nationale Symbole, Fahnen- und Winkelemente kriegsführender Staaten nicht erwünscht! Gleiches trifft auf Personen zu, die in der Vergangenheit durch Gewalt oder die Androhung von Gewalt gegen Antifaschisten und Kriegsgegner bzw. durch rassistische Ausfälle, Kriegshetze und Islamophobie aufgefallen sind. Entsprechende Provokationen werden von uns konsequent unterbunden werden, um einen erfolgreichen Verlauf unserer Demonstration nicht zu gefährden.

„Bündnis Dortmund stellt sich quer!“

Demonstration „Dortmund stellt sich quer!“: „Gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg“, Freitag, 30. April, 17 Uhr, Katharinentor (gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof).

Naziaufmarsch am Freitag (30.4.) verhindern! „Dortmund stellt sich quer!“ ruft zu massiven Protesten auf

Die neofaschistischen „Autonomen Nationalisten“ wollen am kommenden Freitag, 30. April, wiederholt in Dortmund aufmarschieren. Sie mobilisieren nach derzeitigem Stand (!) unter dem demagogischen Motto „Arbeitsplätze und gerechte Löhne für alle Deutschen“ für 18:30 Uhr zum örtlichen Hauptbahnhof.

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer!“ ruft daher gemeinsam mit dem „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ zur Verhinderung des Naziaufmarsches und massiven antifaschistischen Protesten auf. Wir werden nicht zulassen, dass die braunen Rassisten und Kriegshetzer erneut – und wieder einmal geschützt von der Polizei – durch Dortmund marschieren!

Demonstration „Dortmund stellt sich quer!“: „Gegen Faschismus, Sozialabbau und Krieg“, Freitag, 30. April, 17 Uhr, Katharinentor (gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof).

Aktuelle weitere Informationen folgen in Kürze!

„Bündnis Dortmund stellt sich quer!“