Gemeinsame PM von Dortmund-Quer und Fraktion DIE LINKE im Landtag von NRW: Blockaden gegen Neonazis in Dortmund

LINKE verurteilt übermäßigen Polizeieinsatz gegen friedlichen Protest (Stand: 4.9.2010, 14 Uhr)

Wie angekündigt führte heute das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ Blockaden gegen einen geplanten Neonaziaufmarsch in Dortmund durch. Sitzblockaden rund um den Hauptbahnhof verzögerten die Anreise der Neonazis erheblich.

Die Fraktion Die LINKE im Landtag von NRW unterstützte die Aktivitäten des Bündnisses, ebenso wie Mitglieder der Linksfraktion aus dem Bundestag.

Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Zimmermann erklärte: „Wir verurteilen die gerichtliche Entscheidung, den Neonazis trotz der konkreten Gefahrenlage eine Versammlung am Hafen zu genehmigen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Für uns sind Blockaden gegen Neonazis selbstverständlich.“

Die zweite Fraktionsspitze Bärbel Beuermann kritisierte das teilweise übermäßige Vorgehen der Polizei gegen die Sitzblockaden: „Von den Blockaden ging keinerlei Eskalation aus, so wie es im Aktionskonsens formuliert war. Trotzdem waren die Polizisten teilweise überaus aggressiv und wendeten auch schmerzhafte Nasen- und Ohrengriffe an. Mehrere Personen erlitten Gesichtsverletzungen, wie zum Beispiel blutige Nasen“.

Nach den Aktionen am Bahnhof kam es zu zahlreichen weiteren Blockaden in der Dortmunder Nordstadt. Ein Sprecher von „Dortmund stellt sich quer“ erklärte: „Die Leute auf der Straße wollen die Neonazis blockieren. An verschiedenen Kreuzungen kam es zu weiteren Sitzblockaden. Jetzt rufen wir zum Protest in Hör- und Sichtweite der Neonazikundgebung am Hafen auf.





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