Archiv für September 2011

Bericht des „RAV“ zum 2./3.9.2011

Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V.Erklärung des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) zu den Polizeirepression gegen die Anti-Nazi-Proteste in Dortmund
Am 2. und 3. September 2011 gelang es in Dortmund einem breiten Bündnis aus zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Gruppen, unter engagierter Wahrnehmung der Versammlungs- und der Meinungsfreiheit, die Nazi-Aufmärsche zum sogenannten „nationalen Antikriegstag“ erheblich zu behindern. (mehr…)

Dortmund stellt sich quer sagt danke!

Dortmund stellt sich quer am 3.9. gegen Nazis! Dortmund Nazifrei!An dieser Stelle bedankt sich Dortmund stellt sich quer bei allen AntifaschistInnen, die sich am 3.9.2011 auf den Weg nach Dortmund machten. Ohne die Unterstützung aus ganz NRW sowie u.a. aus Berlin, Bremen, Freiburg, Fürth, Hamburg, Stuttgart und vielen anderen Städten wäre der Protest weitaus kleiner ausgefallen. (mehr…)

„In Dortmund ticken die Uhren anders“

Dortmund stellt sich quer am 3.9. gegen Nazis! Dortmund Nazifrei!Aktionskonsens von „Dortmund stellt sich quer“ hielt – trotz Polizeigewalt.
Nach dem Neonaziaufmarsch am 3. September 2011 in Dortmund debattieren lokale Medien und Politik die Ereignisse. Es gleicht einer Provinzposse, wenn von „Gewalt-Exzessen“ (Ruhr Nachrichten) oder „Straßenkampf“ (WAZ) gesprochen wird. Ein Lichtblick bietet dagegen Der Freitag: „In Dortmund ticken die Uhren anders“.

Ein Gewalt-Exzess war das Massaker von Kunduz, als deutsche und US-amerikanische Soldaten bis zu 142 Personen töteten. Ausnahmezustand herrscht in türkisch Kurdistan, wo das türkische Militär unter anderem mit deutschen Waffen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung führt. Straßenkampf tobt seit Jahrzehnten auf den Straßen Palästinas, wo sich Hunderttausende gegen das israelische Besatzungsregime wehren. (mehr…)

Die Polizei in Dortmund: In Treue fest an der Seite der Nazis.

Dortmund stellt sich quer am 3.9. gegen Nazis! Dortmund Nazifrei!Vorläufige Bilanz des 3. Septembers 2011. Von DSSQ.

Zunächst das Offensichtliche: Es ist weder uns, noch alerta, noch Dortmund nazifrei gelungen, den Naziaufmarsch zu verhindern. Trotz einer bislang noch nicht dagewesenen politischen Stimmung gegen den Naziaufmarsch hat die Polizei in Dortmund unter Mißachtung des Verhältnismäßigkeitsgebotes den Nazis den Weg freigemacht. Die Polizei in Dortmund hat in Fortsetzung ihrer jahrelangen Tradition den Nazis gegenüber auf Verständnis und den AntifaschistInnen gegenüber auf Eskalation gesetzt. Umso höher ist das stundenlange Engagement der antifaschistischen AktivistInnen zu werten, die trotz Knüppel, Pfefferspray und Wasserwerfern über Stunden die Rote Zone belagert haben, an einzelnen Stellen eindringen konnten und an zwei Stellen Blockaden errichtet und dadurch den Naziaufmarsch verzögert haben. Zugleich prägten lautstarke antifaschistische Demonstrationen stundenlang die Umgebung der Roten Zone. (mehr…)

Gestern war der Auftakt. Heute den Naziaufmarsch stoppen!

Deutlich mehr als tausend Menschen protestierten gestern in Dortmund gegen einen kleineren Marsch von knapp 200 Neonazis. Lediglich der Polizei hatten die Nazis es zu verdanken, daß knapp 200 BewohnerInnen der umliegenden Straßen ihrem Spuk kein Ende bereiteten. Zugleich zogen hunderte AntifaschistInnen sowohl durch das Aufmarschgebiet als auch später durch den als Neonazi-Hochburg geltenden Stadtteil Dorstfeld. Die Stimmung bei unserer Demonstration war entschlossen, die Menschen sind motiviert, den Nazis nicht die Straße zu überlassen.

Heute erwartet uns viel Arbeit, denn die Dortmunder Polizei und ihre bundesweit herbeigekarrte Unterstützung wird alles daran setzen, den Nazis den Weg frei zu machen. Unser Ziel bleibt jedoch, den Naziaufmarsch zu blockieren und somit einen der größten Naziaufmärsche im Westen der BRD zu verhindern. Das kann dann gelingen, wenn wir massenhaft und entschlossen – zugleich jede Eskalation meidend – in die polizeiliche Sperrzone einfließen und die Straßen dort dichtmachen.

Sie kommen nicht durch – wir kommen durch! No pasaran – pasaremos!

Die von der Polizei für den 3.9. angegebene NAZI-Route: Grüne Str / Steinstr -> Kurfürstenstr -> Uhlandstr -> Malinckrodtstr -> Schützenstr -> Grüne Str -> Treibstr -> Sunderweg -> Park&Ride