„In Dortmund ticken die Uhren anders“

Dortmund stellt sich quer am 3.9. gegen Nazis! Dortmund Nazifrei!Aktionskonsens von „Dortmund stellt sich quer“ hielt – trotz Polizeigewalt.
Nach dem Neonaziaufmarsch am 3. September 2011 in Dortmund debattieren lokale Medien und Politik die Ereignisse. Es gleicht einer Provinzposse, wenn von „Gewalt-Exzessen“ (Ruhr Nachrichten) oder „Straßenkampf“ (WAZ) gesprochen wird. Ein Lichtblick bietet dagegen Der Freitag: „In Dortmund ticken die Uhren anders“.

Ein Gewalt-Exzess war das Massaker von Kunduz, als deutsche und US-amerikanische Soldaten bis zu 142 Personen töteten. Ausnahmezustand herrscht in türkisch Kurdistan, wo das türkische Militär unter anderem mit deutschen Waffen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung führt. Straßenkampf tobt seit Jahrzehnten auf den Straßen Palästinas, wo sich Hunderttausende gegen das israelische Besatzungsregime wehren.

In Dortmund ticken die Uhren tatsächlich anders: So störten Neonazis nahezu unbehelligt ein Friedensfest in Dortmund-Dorstfeld, kurz nach dem ihnen in der Nordstadt der Weg freigeprügelt wurde.

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ stellt folgendes fest:

  • Widerstand gegen Neonazismus ist legitim. Es bleibt historische Pflicht für Humanistinnen und Humanisten, sich Neonazis in den Weg zu stellen!
  • Neonazis terrorisieren in Dortmund Andersdenkende, Gewerkschafter, Antifaschisten, Sozialdemokraten und Kommunisten: Kurz um, die politischen Kräfte, die nicht erst ab 1933 zu allererst in den Folterkellern und KZ der Faschisten landeten.
  • „Dortmund stellt sich quer“ wird auch weiterhin für Aktionen des zivilen Ungehorsams eintreten und Blockaden gegen Neonazis und Rassismus organisieren.
  • Grundlage unserer Aktionen ist und bleibt ein Aktionskonsens, der auch am 3.9. bei unseren Aktionen in Dortmund hielt. Er hielt stand, trotz des literweise versprühten Pfeffersprays durch die Polizei und trotz der Knüppelsalven.
  • Eine Eskalation lag im Interesse der Polizei, um ihren völlig unverhältnismäßigen und politisch höchst fragwürdigen Einsatz zu rechtfertigen.
  • Showveranstaltungen und Symbolpolitik sind mit „DortmundQuer“ nicht zu machen.

Wir fordern alle AktivistInnen sowie BürgerInnen, die ZeugInnen von Polizeigewalt wurden, auf, Gedächtnisprotokolle anzufertigen und diese dem EA-Ruhrgebiet und der Roten Hilfe zur Verfügung zu stellen!





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