Do: Nazis knüpfen an NS-Rassenideologie an

Dortmund stellt sich quer! Dortmund Nazifrei auch am 1. Mai 2012!Artikel aus DerWesten (10.12.2011)

Presseerklärung von „Dortmund stellt sich quer“ vom 9.12.2011

Mit einem geplanten Aufmarsch am 1. Mai 2012 in Dortmund stellen sich Neonazis in die Traditionslinie der Rassenideologie der NSDAP. Der Naziaufmarsch soll unter dem Motto „Arbeit zuerst für Deutsche“ durch die Dortmunder Nordstadt führen, einer mehrheitlich von MigrantInnen bewohnten Gegend. In diesem Stadtteil töteten die Nazis der Terrorzelle „NSU“ am 4. April 2006 einen türkischen Kioskbetreiber.

Dazu Azad Tarhan, Sprecher des bundesweiten Zusammenschlusses Dortmund stellt sich quer: „Für die Nazis gelten einzig die Personen als ‚deutsch‘, in dessen Adern deutsches Blut fließt. Die Nazis knüpfen so direkt an die völkische Rassenideologie der NSDAP an und schüren Rassismus und Antisemitismus. Wer dies als ‚freie Meinungsäußerung‘ bezeichnet und Polizisten zum Schutz der faschistischen Schläger auf die Straße schickt, hat nicht nur keine Ahnung von deutscher Geschichte, Holocaust und Völkermord, sondern macht sich zweifelsfrei zum willigen Gehilfen der Nazis“.
Für Dortmund stellt sich quer ist es widerwärtig und ekelhaft, dass die Nazis ausgerechnet zum Internationalen Tag der Arbeit am 1. Mai durch Dortmund marschieren wollen. GewerkschafterInnen gehörten zu den ersten Opfern der Nazis. Zehn- oder gar Hundertausende GewerkschafterInnen wandern in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Ein Naziaufmarsch am 1. Mai ist eine Verhöhnung der Opfer.

Die Dortmunder Nazis greifen auch heute wieder GewerkschafterInnen an. Erst Ende August 2011 wurde das Haus von Horst Kortwittenborg (Vertrauensleutesprecher der Stadtverwaltung Dortmund) mit einem Hakenkreuz beschmiert.

Für Dortmund stellt sich quer bleibt Ziviler Ungehorsam ein geeignetes Mittel und legitime Protestform gegen Nazis. Während der diesjährige Aufmarsch zum sogenannten „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 in Dortmund wegen eines Großaufgebotes der Polizei nicht stoppen konnten, verweisen wir auf die erfolgreichen Blockaden gegen Neonazis in Dresden.

Artikel aus DerWesten (10.12.2011)





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