28.3. – Nichts ist vergessen und niemand!

Nazis raus! Dortmund bleibt nazifrei!Am 28. März 2005 wurde in Dortmund der Punk Thomas Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem Neonazi Sven K. durch einen Messerstich ins Herz getötet. Jedes Jahr erinnern seine Freundinnen und Freunde, Angehörige, Demokrat/-innen und Antifaschist/-innen am Tatort, am U-Bahnhof Kampstraße, an dieses Verbrechen.
Schmuddel-Gedenkkundgebung „Nichts ist vergessen und niemand!“
Mittwoch, 28.3.2012, 18:30 Uhr, U-Kampstraße (Dortmund)

Der damals 17jährige Täter, der zur „Skinheadfront Dorstfeld“ gehört, wurde als Einzeltäter eingestuft, seine Tat als Totschlag gewertet. Nach fünf Jahren Jugendstrafe vorzeitig aus der Haft entlassen, sitzt er inzwischen wieder im Gefängnis. Er hatte mit seinen „Gesinnungsgenossen“ jugendliche Migranten auf dem Weihnachtsmarkt im letzten Jahr angegriffen und verprügelt. Unsere Trauer gilt Thomas Schulz, unser Zorn einer Polizei und Justiz, die gewalttätige Neonazis wie Sven K. mit solcher Fahrlässigkeit behandeln.

Thomas Schulz ist einer von fünf Dortmundern, die dem Hass und der menschenverachtenden Gewalt der Neonazis zum Opfer gefallen sind:

  • 2000 erschoss der Neonazi und vermutliche V-Mann Michael Berger drei Polizist/innen, bevor er sich selbst tötete,
  • 2005 wurde Thomas Schulz erstochen,
  • 2006 ermordete die Bande „Nationalsozialistischer Untergrund“ den türkischen Familienvater und Kiosk-Betreiber Mehmet Kubasik.

Fünf Ermordete, die zu den über 180 Opfern von Neonazis seit 1990 gehören.

Diese Blutspur quer durch unser Land bestätigt unsere Losung: „Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!“

Deshalb erwarten wir von Polizei und Justiz konsequentes Vorgehen gegen die Naziumtriebe in unserer Stad und entschiedenes Verfolgen und Bestrafen neonazistischer Gewalt. Von der Politik fordern wir Handeln für eine soziale und solidarische Stadt, die sich vorbehaltlos auf die Seite der Opfer stellt, Rassismus und Diskriminierung von Migrant/innen und gesellschaftlichen Minderheiten nicht zulässt und damit den Neonazis die rote Karte zeigt.

Die zugesagte Gedenktafel für Thomas Schulz ist lange überfällig – wir fordern sie heute erneut!
Kommt zur Kundgebung des Bündnis Dortmund gegen Rechts

  • „Nichts ist vergessen und niemand!“
  • Mittwoch, 28. 03. 2012 um 18.30 Uhr an der U-Bhf. Kampstraße

2 Antworten auf „28.3. – Nichts ist vergessen und niemand!“


  1. 1 detlef aghte 13. März 2012 um 23:02 Uhr

    ich fordere die demonstraten auf,friedlich zu bleiben und den ablauf der demo nicht zu gefährden

  2. 2 Administrator 14. März 2012 um 9:29 Uhr

    Lieber Detlef,
    es steht wohl außer Zweifel, dass die Friedlichkeit der Kundgebung höchstens durch Neonazis gestört wird.

    Du kannst Dich ja selbst überzeugen am 28.3.2012 in Dortmund.

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