Veranstaltung am 4.4.: Blutspurt des „NSU“

Veranstaltung zu NSU und Geheimdiensten am 4.4.2012 in Dortmund! Dortmund bleibt nazifrei!Veranstaltung zum „Nationalsozialistischem Untergrund“ (NSU) sowie der Verstrickungen von Nazis und Geheimdiensten am 4. April in Dortmund. Flyer als PDF [1,2 MB].

Bei der Veranstaltung wird die Geschichte des NSU eingebettet in die Tradition des Zusammenspiels von faschistischen Strukturen und staatlichen Institutionen in Deutschland. Wie bekannt ist, töteten die Nazis des „NSU“ zehn Menschen, darunter auch Mehmet Kubaşık aus Dortmund.

Mittwoch, 4. April 2012: 19 Uhr, Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstr. 50-58, 44147 Dortmund (10 min vom HBF)

Der Referent der Veranstaltung wird zudem beleuchten, wie ehemalige Angehörige von NSDAP, SS oder NS-Geheimdienst während der Gründung der BRD am Aufbau von Polizei, Militär und Verfassungsschutz bzw. deren Vorläufer Organisation „Gehlen“ beteiligt waren und faschistische Strukturen aufbauten und unterstützten.

„Staat & Nazis Hand in Hand“: Mittwoch, 4. April 2012, ab 19 Uhr, Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50-58, Dortmund

Hintergründe zur Terrorzelle „NSU“
14 Jahre lang organisierte sich ein faschisti-sches Terrornetzwerk im Untergrund und verübte zehn Morde in ganz Deutschland. Auch Bombenanschläge und Banküberfälle gingen auf das Konto des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU). Ein Mord ereignete sich in Dortmund. Am 4. April 2006 töteten Neonazis des „NSU“ Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk in der Nordstadt.
In bürgerlichen Medien wird stets von „Terrortrio“ geschrieben, obwohl der „NSU“ von einem Unterstützernetzwerk mit Waffen, Munition, Fahrzeugen, Geld, Wohnungen und Pässen versorgt wurde.
Unterstützung kam allerdings auch von deutschen Behörden. Bis zum Auffliegen des Terrornetzwerkes brachte die Polizei keinen der Morde mit Neonazis in Verbindung. Statt dessen wurde wegen Schutzgeld-Erpressung und Mafia-Verbindungen ermittelt und die Angehörigen der Opfer und ihr Umfeld unter Verdacht gestellt. Die Rolle des deutsche Inlandsgeheimdienstes ist völlig unklar. Spitzel des Verfassungsschutzes waren mehrfach dicht an den Nazis des „NSU“ platziert und obwohl dem Verfassungsschutz die Wohnorte der drei Haupttäter bekannt waren, schritt er nicht ein.





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