Razzien gegen Neonazis in Dortmund

Dortmund Nazifrei! Nazis am 31. März 2012 stoppen! Dortmund stellt sich quer!Am Abend des 28. März 2012 führte die Polizei in Dortmund mehrere Razzien gegen Neonazis durch. Betroffen waren das Nazizentrum in der Rheinischen Straße 135 sowie drei Wohnungen in der Thusneldastraße im Stadtteil Dorstfeld. Nach Presseberichten fand in dem Nazizentrum zu dieser Zeit ein Treffen zur Vorbereitung eines Aufmarsches am 31.3. in Dortmund statt. Die Polizei kontrollierte allein dort 53 Neonazis [Fotos]. In der Thusneldastraße stellte die Polizei Waffen sicher, darunter Luftgewehr, Messer und Zwille.

Presse: junge Welt | DerWesten | Ruhr Nachrichten | Polizeimeldung 1 und 2

Hintergrund der Polizeiaktion ware Ermittlungen wegen illegalen Plakatierens. Im Polizeibericht heißt es unter anderem:

[Am Abend des] 27.03.3012 hatte eine Zivilstreife im Bereich Adlerstraße / Lange Straße ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt. Durch die Insassen, drei Männer im Alter von 19 bis 28 Jahren, die dem rechten Spektrum zuzuordnen sind, wurden an Stromverteilerkästen und Altkleidercontainern Plakate mit dem Inhalt „R135 bleibt“ und anderes geklebt. Nach einer Kontrolle und Überprüfung der Personalien konnten die Tatverdächtigen, mit dem Hinweis auf Fertigung einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung, ihre Fahrt fortsetzen.

Nur kurze Zeit später (…) hielt eine Streifenwagenbesatzung das Fahrzeug auf der Rheinischen Straße erneut an. Offensichtlich hatten die Dortmunder ihre Plakataktion fortgesetzt und wiederum mehrere Stromkästen und Glascontainer im Dortmunder Westen mit den Plakaten beklebt. Auf Grund dieser bekannt gewordenen und wiederholten Straftaten beantragte die Staatsanwaltschaft Dortmund beim Amtsgericht Durchsuchungsbeschlüsse, die heute Abend vollstreckt wurden.

Dortmund Nazifrei! Nazis am 31. März 2012 stoppen! Dortmund stellt sich quer!Bei der Durchsuchung des Nazizentrums wurden Utensilien zum Plakatekleben gefunden, heißt es in der Presse. Unter den 53 kontrollierten Personen waren sog. „autonome“ Nationalisten sowie Vertreter der NPD aus dem Umland von Dortmund. Auch die drei Plakatkleber waren dort zugegen.

In der Thusneldastraße in Dortmund-Dorstfeld wurden die Wohnungen der drei Neonazis durchsucht. Nebenstehend ein Foto von der Antifaunion-Dortmund aus der Thusneldastraße Ecke Emscherstraße. In einer der Wohnungen stellte die Polizei Waffen sicher, unter anderem ein Luftgewehr, eine Softair-Pistole, eine Zwille, zwei PTB-/Schreckschusspistolen, ein Teleskopschlagstock und ein Messer.





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