Archiv für Juli 2012

Die Aufklärung des NSU-Terrors ist unwahrscheinlich“

Markus Bernhardt: Das braune Netz – Naziterror: Hintergründe, Verharmloser, FördererInterview mit Markus Bernhardt, Journalist, Buchautor und Mitglied der VVN-BdA. Zuletzt erschien im März 2012 von ihm das Buch „Das braune Netz – Naziterror: Hintergründe, Verharmloser, Förderer“ im Papyrossa-Verlag. Mit ihm sprach Thomas Zmrzly vom Rosa-Luxemburg-Club Duisburg.

Über mehr als dreizehn Jahre hinweg konnte ein unter dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) agierendes neofaschistisches Terrornetzwerk in der Bundesrepublik Morde und Bombenanschläge verüben. Wie war das möglich?

Das mörderische Treiben des sogenannten NSU war einzig möglich, weil die zuständigen Behörden – allen voran die bundesdeutschen Inlandsgeheimdienste – nicht wahr haben wollten – und übrigens auch noch immer nicht wollen – dass es in Deutschland eine ausgeprägte militante Naziszene gibt. (mehr…)

Dortmund: Diese Stadt hat Nazis satt!

Auf die Straße gegen Nazis - Dortmund bleibt nazifrei! - Dortmund stellt sich quer!
In einer ersten Mobilisierungsphase verteilten Aktive von „Dortmund stellt sich quer“ in dieser Woche Aufrufe für Proteste gegen Nazis am 1. September 2012 an Anwohner der Dortmund Nordstadt. Das Bündnis legt den Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf die Viertel und Straßenzüge, die von den Naziaufmärschen am meisten betroffen sind.

Sticker, Flyer und in Kürze auch Plakate gibt es kostenlos im MdB-Büro Ulla Jelpke, Schwanenstr. 30 44135 Dortmund (Mo-Di: 9-16 Uhr; Fr: 14:30-19 Uhr)

Buch: NS-Zwangsarbeit an Rhein und Ruhr

Rezension zum Buch zu NS-Zwangsarbeit an Rhein und RuhrAus der Feder von Otto Köhler, bekannt durch seine Enthüllungsbücher über die IG Farben, über Augstein, die Nachkriegsgeschichte des Nazijournalismus und andere, stammt eine ausführliche Rezension des Buches »Von Arisierung bis Zwangsarbeit. Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr« (Hg. Ulrich Sander, PapyRossa Verlag). Der Beitrag erschien erstmalig in der Zeitschrift »Ossietzky« vom 21. Juli 2012.

Hannelore Kraft – demoskopiebeliebt wie Angela Merkel – steht unzweifelhaft auf dem vom Verfassungsschutz gesicherten Boden der Verfassung. Sie weiß unternehmerische Leistung zu schätzen, dort wo andere sie in den Schmutz ziehen. Darum freut sie sich über den »Mythos Krupp«, den schon mancher vor ihr zu würdigen wußte: »Zum 125-jährigen Jubiläum der Firma Krupp, des Deutschen Reiches Waffenschmiede, sende ich meine aufrichtigsten Glückwünsche«, telegraphierte Adolf Hitler im Jahr 1937. Was den »Mythos Krupp« am Leben erhalten habe, das ist, so grüßt 2012 gut sozialdemokratisch zum 200. Jubiläum ebendieser Waffenschmiede die sozialdemokratische Ministerpräsidentin, »die große Tradition der unternehmerischen Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Gesellschaft«. Krupp stehe, weiß Kraft, für diese »besondere Verbindung aus Zukunftsorientierung und Tradition«. (mehr…)

PM: Keine No-Go-Area für Antifaschisten!

Keine No-Go-Area für Antifaschisten! Für ein Antifa-Camp 2012 in DortmundZu dem möglichen Verbot des antifaschistischen Camps in Dortmund erklärt das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“:

„Das Camp ist ein richtiger und wichtiger Schritt für Dortmund! Es kann nicht sein, dass Menschen, die sich aktiv gegen Nazis und deren faschistische Propaganda engagieren, derartig eingeschränkt werden. Durch das Camp und weitere Aktionen rund um den Anti-Kriegstag machen wir deutlich, dass wir unsere Stadt nicht den Nazis überlassen werden, weder in Dorstfeld noch sonst wo. Wir akzeptieren keine No-Go-Areas! Das gilt auch für das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“. Wir haben für den 1. September wieder breite Proteste angekündigt und werden auch hier Einschränkungen der Polizei oder der Stadt nicht akzeptieren. Schon letztes Jahr haben wir erfolgreich in der sogenannten „roten Zone“ in die keine Antifaschisten eindringen durften, unseren Protest in Form einer friedlichen Sitzblockade zum Ausdruck gebracht. Gewalttätig wurde hier nur die Polizei, die die Sitzblockade durch den Einsatz von Knüppeln und gezielten Schmerzgriffen brutal auflöste. (mehr…)

QUERSTELLEN: Gegen Nazis am 1.9.2012

Dortmund bleibt nazifrei! Gegen Nazis am 1.9.2012Wieder haben die Dortmunder Nazis dazu aufgerufen, am 1. September, dem Antikriegstag, nach Dortmund zu kommen. Seit mehreren Jahren versuchen sie immer wieder aufs Neue den Menschen einzureden, sie würden gegen Krieg und für den Frieden einstehen. Aber wir kennen die Verbrechen der Nazis und die Traditionen in der auch die sogenannten „Autonomen“ Nationalisten heute noch stehen: Der Antikriegstag erinnert an den Überfall Deutschlands auf Polen und damit an den Beginn des Zweiten Weltkriegs. (mehr…)