PM: Keine No-Go-Area für Antifaschisten!

Keine No-Go-Area für Antifaschisten! Für ein Antifa-Camp 2012 in DortmundZu dem möglichen Verbot des antifaschistischen Camps in Dortmund erklärt das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“:

„Das Camp ist ein richtiger und wichtiger Schritt für Dortmund! Es kann nicht sein, dass Menschen, die sich aktiv gegen Nazis und deren faschistische Propaganda engagieren, derartig eingeschränkt werden. Durch das Camp und weitere Aktionen rund um den Anti-Kriegstag machen wir deutlich, dass wir unsere Stadt nicht den Nazis überlassen werden, weder in Dorstfeld noch sonst wo. Wir akzeptieren keine No-Go-Areas! Das gilt auch für das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“. Wir haben für den 1. September wieder breite Proteste angekündigt und werden auch hier Einschränkungen der Polizei oder der Stadt nicht akzeptieren. Schon letztes Jahr haben wir erfolgreich in der sogenannten „roten Zone“ in die keine Antifaschisten eindringen durften, unseren Protest in Form einer friedlichen Sitzblockade zum Ausdruck gebracht. Gewalttätig wurde hier nur die Polizei, die die Sitzblockade durch den Einsatz von Knüppeln und gezielten Schmerzgriffen brutal auflöste.

Es bleibt dabei: Als Antifaschisten müssen wir unsere Sache selbst in die Hand nehmen und dürfen unser Engagement gegen Nazis nicht dem Staat überlassen. Wohin das Vertrauen in staatliche Stellen führen kann, haben wir im Fall der NSU-Morde gesehen. Auch in Dortmund ist mit Mehmet Kubaşık ein Opfer der Nazi-Terrorzelle zu beklagen. Wie die staatlichen Stellen mit der Terror-Zelle zusammengearbeitet haben wird vermutlich auch der NSU-Untersuchungsausschuss nicht gänzlich klären. Wichtige Akten sind bereits vernichtet worden. Schon jetzt steht aber fest: Nazi-Kader wurden vom sogenannten „Verfassungsschutz“ mit Geld und anderen Sachleistungen angeworben und versorgt. Es gab eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Inlandsgeheimdienst und Nazi-Terroristen. Das zeigt einmal mehr: Nur gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern, mit allen, die in Dortmund leben, werden wir es schaffen den Nazis Einhalt zu gebieten.“





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