Nazi-Aufmarsch am 1.9. in Dortmund-Hörde

Nazis am 1. September 2012 stoppen! Dortmund stellt sich quer!Der diesjährige Nazi-Aufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund soll im südlichen Außenbezirk Hörde stattfinden. Für den Vorabend des Antikriegstages ist wie in den vergangenen Jahren ein Rechtsrockkonzert geplant, das ebenfalls fernab der City – in Lütgendortmund – abgehalten werden soll [vgl. WAZ].
Es ist ein erster kleiner Sieg für die antifaschistischen Bewegungen in Dortmund, dass die Neonazis am 1. September nicht mehr im Stadtzentrum (am Hauptbahnhof, in der Nordstadt, …) aufmarschieren können. Die Zeit der innerstädtischen Großaufmärsche in Dortmund – im Jahr 2009 kamen noch bis zu 1.200 Neonazis zum „Nationalen Antikriegstag“ – sind wohl gezählt. Die Teilnehmerzahl hatte in den letzten Jahren stetig abgenommen. Mehr dazu bei der Analyse: Für Sturm sorgen! Next Stop Dortmund! von See Red! aus Düsseldorf.

Kommt am 1. September 2012 nach Dortmund: Nazis blockieren!

Der diesjährige Nazi-Aufmarsch am 1. September 2012 in Dortmund soll im südlichen Außenbezirk Hörde stattfinden. Für den Vorabend des Antikriegstages ist wie in den vergangenen Jahren ein Rechtsrockkonzert geplant, das ebenfalls fernab der City – in Lütgendortmund – abgehalten werden soll. Rückzug der Nazis ist ein erster kleiner Sieg für antifaschistische Bewegung. Streit um Antifa-Camp hält unvermindert an, Antifaschismus bleibt Handarbeit und auf staatliche Stellen ist auch hier kein Verlass. Drei Festnahmen von Nazis der „Skinheadfront Dorstfeld“ nach brutalem Überfall vom Wochenende.

Es ist ein erster kleiner Sieg für die antifaschistischen Bewegungen in Dortmund, dass die Neonazis am 1. September voraussichtlich nicht mehr im Stadtzentrum aufmarschieren können. In den vergangenen Jahren tümmelten sich teils bis zu 1.200 Neonazis in der Innenstadt, rund um den Hauptbahnhof, am Wall oder in der Nordstadt. Rechtsrock-Konzerte am Vorabend des Aufmarsches fanden teils direkt in der City am Hauptbahnhof statt! Dieser Trend zeichnete sich bereits 2011 ab, als eine antifaschistische Vorabenddemo von der Innenstadt nach Dortmund-Dorstfeld und vorbei an einem sog. „Nazizentrum“ auf der Rheinischen Straße zog. Dorstfeld gilt als Nazi-Hochburg der Neonazis.

Kein Vertrauen auf Polizei, kein Verlaß auf den Staat: Nazi-Aufmarsch blockieren!

Nach Presseberichten habe die Polizei jetzt mitgeteilt, ihre Taktik für dieses Jahr ändern zu wollen und auf das Abriegeln ganzer Stadtteile verzichten wird. Es bleibt abzuwarten, ob Protest tatsächlich in Hör- und Sichtweise zugelassen wird. Für das bundesweite Bündnis Dortmund stellt sich quer ändert sich an diesen Verlautbarungen erst einmal wenig. Bei der Vorbereitung für antifaschistische Blockaden werden ohnehin verschiedene Szenarien geplant und ein Eindringen in eine „Rote Zone“ ist auch für dieses Jahr geplant.

Stadt und Polizei behindern Antifa-Camp

Indes geht der Streit um ein geplantes Antifa-Camp vom 24.8. bis 2.9.2012 in Dortmund weiter. Lokalen Behörden und den etablierten Parteien ist das Camp offenbar ein Dorn im Auge. Die Dortmunder Polizeiführung ist entweder im Modus für schlechte Späße oder teilt ideologisch das Anti-Antifa-Konzept der Neonazis. Sie meint, das Camp hätte rein gar kein politischen Charakter. Die staatliche „Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ verweigert ebenfalls die Unterstützung für das Camp [vgl. PM des Camps].

Der Überfall auf von Neonazis auf zwei Frauen am vergangenen Wochenende scheint derweil aufgeklärt. Drei Personen, die der „Skinheadfront Dorstfeld“ zugerechnet werden, wurden zwischenzeitlich festgenommen. Die Nazis hatten in der Nacht zum 5.8.2012 in einer McDonalds-Filiale am Hauptbahnhof eine Frau schwer verletzt

Fazit und Ausblick auf den 1.9.2012 in Dortmund

Die Verlagerung des Aufmarsches zum „Nationalen Antikriegstag“ in einen Außenbezirk von Dortmund darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die rechte Bedrohung auch in der Ruhrmetropole weiterhin hoch ist, wie zuletzt beim Überfall vom Wochenende deutlich wurde. Es ist, wie beschrieben, höchstens ein erster kleiner Sieg. Wir wollen jedoch, dass die Nazis überhaupt nicht mehr aufmarschieren können! Egal ob in der City oder am Stadtrand, egal ob in Dortmund, Bad Nenndorf, Dresden oder anderswo! Jeder Nazi-Aufmarsch ist einer zu viel; und seien es auch nur solche Mini-Veranstaltungen wie die gerade beendete „NPD-Tour“. Doch die Neonazis sind derzeit offenbar verunsichert. Die letzten Aufmarsche in Dresden, Stolberg, am 1. Mai, zum „Tag der deutschen Zukunft“ in Hamburg oder auch kürzlich in Bad Nenndorf waren allesamt keine Erfolge für die Nazis. Der Trend geht zu geringerer Teilnahme bei Aufmärschen! Ein Grund ist sicherlich, dass antifaschistische Aktivitäten – allen voran natürlich die Blockadeaktionen in Dresden – teils sehr erfolgreich waren und für Desillusionierung in der Nazi-Szene führten [vgl. dazu auch die Analyse „Für Sturm sorgen! Next Stop Dortmund!“ von der Gruppe See Red! aus Düsseldorf]. So soll es auch in Dortmund sein! Den Abwärtstrend in der Naziszene beschleunigen! Nazi-Aufmärsche verhindern!

Kommt am 1. September 2012 nach Dortmund! Beteiligt Euch an den Aktionen.

Das Antifa-Camp ist bereits ab dem 24.8. geplant und es sind in den Tagen vor dem Aufmarsch Aktionen gegen Neonazis, Rassismus und Krieg geplant.


2 Antworten auf „Nazi-Aufmarsch am 1.9. in Dortmund-Hörde“


  1. 1 interessierter 28. August 2012 um 20:10 Uhr

    Entschuldigung falls das hier irgend wo schon steht hab das nicht gefunden .
    wo und um wie viel uhr st das denn am ersten september in dortmund?

  2. 2 Administrator 30. August 2012 um 0:07 Uhr

    Infos gibts bald hier auf der Seite: dortmundquer.blogsport.de

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