Archiv für September 2012

„Krasse Fehleinschätzung der Justiz“

Gericht lässt gewalttätigen Neonazi aus verbotener Kameradschaft frei – Erklärung von Back Up, DortmundGericht lässt gewalttätigen Neonazi aus verbotener Kameradschaft frei – Erklärung von BackUp (Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt)
Das Dortmunder Landgericht hat den mehrfach vorbestraften rechtsextremen Gewalttäter Sven K. auf freien Fuß gesetzt, weil es davon überzeugt ist, dass bei ihm keine Wiederholungs-, Flucht- oder Verdunkelungsgefahr bestünde. Der Neonazi, der unter anderem 2005 in einer Dortmunder U-Bahn-Station einen Punker erstochen hatte, muss sich nun vor dem Gericht wegen eines Angriffs auf zwei türkischstämmige Jugendliche auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt verantworten. (mehr…)

Termin zu antimuslimischen Rassismus

Am Mittwoch, 5. September 2012 findet in Bochum eine Veranstaltung zum Thema antimuslimischer Rassismus statt. In der sogenannten Integrationsdebatte werden häufig Schlagworte wie „Islamisten“, „Parallelgesellschaft und „Integrationsverweigerer“ verwendet und Ängste geschürt. Worum geht es in dieser Debatte eigentlich und wie funktioniert der gesellschaftliche antimuslimische Rassismus?
Veranstaltung: 05.09.2012 | 19 Uhr | Bahnhof Langendreer, Bochum

Dortmund blieb am 1.9.2012 nazifrei!

Nazis raus aus Dortmund - Kein Nazi-Aufmarsch am 1.9.2012 in DortmundZum ersten Mal seit mehreren Jahren konnten sich zum Antikriegstag keine Nazis in Dortmund versammeln! Am 1. September 2012 zogen statt dessen Antifaschisten durch die Straßen.
Damit reiht sich Dortmund zumindest vorerst in eine Liste von Städten, in denen zentrale Nazi-Aufmärsche nicht mehr stattfinden können: Wundsiedel, Halbe, Dresden, Dortmund. Dies bedeutete eine weitere Schwächung der Neonazi-Szene in der BRD.
Naziaufmarsch am 1.9.2012 in Dortmund verboten - Dortmund stellt sich quer! Dortmund Nazifrei!Der Nazi-Aufmarsch wurde wenige Tage zuvor verboten – gerne hätten wir jedoch selbst durch Blockaden dafür gesorgt, dass die Nazis nicht hätten marschieren können. Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ bedankt sich bei den vielen Aktiven, die zum Teil von weit her in die Ruhrmetropole kamen, um gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg zu demonstrieren. An einer Demonstration im Stadtteil Hörde – genau auf der eigentlich von den Neonazis geplanten Route – beteiligten sich bis zu 2.000 Menschen [Fotos 1 | Fotos 2].
Naziaufmarsch am 1.9.2012 in Dortmund verboten - Dortmund stellt sich quer! Dortmund Nazifrei!Doch die Stadt Dortmund bleibt sich leider auch darin trau, repressiv gegen Linke vorzugehen. Im Anschluß an die Antifa-Demo in Hörde beteiligte sich das DortmundQuer-Bündnis an einer Versammlung des Antifa-Camps in der Dortmunder Innenstadt. Die Polizeiführung untersagte jedoch – vermutlich auf direkte Order aus dem NRW-Innenministerium und/oder aus dem Bürgermeisteramt der Stadt (beide SPD) – eine geplante Demo in den Stadtteil Dorstfeld.

→ Egal wo, egal wann: Nazis in Dortmund stoppen!
→ Nein zu Faschismus, Imperialismus und Krieg!
→ Solidarität mit dem Antifa-Camp!

„Weiterhin aktiv gegen Nazis kämpfen“

Nazis raus aus Dortmund - Kein Nazi-Aufmarsch am 1.9.2012 in DortmundStatt Naziaufmarsch 2.000 Teilnehmer*innen bei antifaschistischer Demo am 1. September
2012 in Dortmund-Hörde.

Auf der Route, wo eigentlich der Aufmarsch des mittlerweile verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmunds“ hätte stattfinden sollen, organisierte das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ eine lautstarke Gegendemonstration. Aus verschiedenen Städten kamen Linke und Nazi-Gegner angereist, um ein Zeichen gegen Faschismus und Krieg zu setzen. Am Vortag hatte das Bundesverfassungsgericht bereits das Verbot des geplanten Aufmarschs der Neonazis bestätigt. (mehr…)