Laut und schwarz-gelb gegen Nazis

Die Genehmigung des Nazi-Aufmarsches durch die Verwaltungsgerichte führte in Dortmund zu vielfältigen antifaschistischen Protesten rund um den 1.Mai. Bereits am Vorabend des 1.Mai hatten Neonazis der Partei „Die Rechte“ eine Demo mit Startpunkt auf dem Sonnenplatz in Dortmund geplant. Nicht gerechnet hatten sie mit einer sehr gut funktionierenden Nachbarschaft – mehrere hundert AntifaschistInnen versammelten sich mit Trillerpfeifen und Plakaten auf und neben dem Sonnenplatz. Für die Nazis blieb nur der Rand des Platzes.

Die Kundgebung der Nazis, ihre Wort- und Musikbeiträge gingen im gellenden Pfeifkonzert gänzlich unter. Der anschließende Zug der Nazis nach Dorstfeld, eingerahmt von Polizisten, blieb völlig unbeachtet von den AnwohnerInnen der westlichen Innenstadt.
Neben der üblichen DGB-Demo zum 1.Mai, die in diesem Jahr unter dem Stichwort „80 Jahre Sturm auf die Gewerkschaftshäuser“ stand, hatte DSSQ in die Nordstadt mobilisiert. Keine Nazis in der Nordstadt – nie wieder.


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Eine weitere antifaschistische Demo startete ebenfalls im Norden.
Direkt an der Demo-Route der Nazis im Stadtteil Körne setzte DSSQ später einen lauten und schwarz-gelben Akzent: in Hör- und Sichtweite schallte den Nazis unser unüberhörbarer Protest entgegen.
Großflächige Absperrungen und ein massives Polizeiaufgebot verhinderten leider, dass es im Aufmarschgebiet der Neonazis zu Blockaden von DSSQ und anderen Bündnissen wie im September 2011 kommen konnte. Rigoros wurden AntifaschistInnen von den Einsatzkräften abgedrängt und drangsaliert, teilweise ohne Angabe von Gründen Personenkontrollen und Festnahmen durchgeführt.

Wenn Gerichte weiterhin erlauben, dass Nazis – egal wo – marschieren, wird der antifaschistische Widerstand noch mehr als bisher zur Pflicht.
Dortmund stellt sich quer wird auch weiterhin gegen Aufmärsche der Neonazis in Dortmund und anderswo mobilisieren. Vielen Dank an alle, die sich an unseren Aktivitäten beteiligt haben!





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