Antifaschistischer Frühjahrsputz

am 19. März (Treffpunkt 15:00 Uhr, U-Bahn Heinrichstr./Falkenstr.) in Dortmund-Dorstfeld auf. Im Rahmen dieser Aktion, die vom „Bündnis gegen Rechts“ ins Leben gerufen wurde, soll Neonazi-Propaganda im öffentlichen Raum beseitigt werden. Gemeinsam mit Schülern, Auszubildenden und Bürgern werden unter anderem die vielen Aufkleber der „Autonomen Nationalisten“ und anderer faschistischer Organisationen an Laternenpfählen, Ampeln, Verkehrsschildern und Haltestellen entfernt.

Duisburg stellt sich quer!

Die rechtspopulistische Partei „Pro NRW“ und die faschistische NPD kündigen an, am 27. und 28.3.2010 Aufmärsche gegen die Duisburger Merkez-Moschee durchzuführen. Beide Parteien wollen wie in der Schweiz ein
Minarettverbot durchsetzen. Rassisten und Nazis aus Deutschland und ganz Europa sind zu ihren Aufmärschen bereits eingeladen. Wir stellen uns allen Neonazis entgegen, egal woher sie kommen! Genauere Informationen erhaltet Ihr unter: http://www.duisburg-stellt-sich-quer.de und http://www.netzwerk-gegen-rechts.org/

10 Jahre Bündnis Dortmund gegen Rechts – Konzert mit Esther Bejarano und Mikrophone Mafia

Das Bündnis Dortmund gegen Rechts freut sich, das Jahr 2010, das auch das 10 jährige Bestehen des Bünsnisses einläutet, mit einem ganz besonderen Konzert zu beginnen.
Unter dem Motto „per la vita“ treten Esther Bejarano, ihre Kinder Edna und Joram und die Rapper-Gruppe „Mikrophone Mafia“ am 29. Januar im Wichernhaus auf.

Esther Bejarano
„per la vita“, für das Leben, gegen Krieg und alte und neue Nazis engagiert sich Esther Bejarano seit sie die Hölle von Auschwitz durchlitten hat.
Nach einer glücklichen Kindheit erfuhr sie, was es heißt, Jüdin im faschistischen Deutschland zu sein: Mit 18 Jahren wurde sie nach Auschwitz deportiert, fast ihre gesamte Familie wurde von den Nazis ermordet.
Esther Bejaranos große Musikalität rettete ihr das Leben. Sie wurde in das „Mädchenorchester Auschwitz“ aufgenommen, das die ankommenden Transporte musikalisch in Empfang nehmen musste, um so die Deportierten in Sicherheit zu wiegen. So schrecklich und zynisch diese Aufgabe war, befreite sie Esther von Schwerstarbeit, die den sicheren Tod bedeutet hätte.
Nach der Befreiung 1945 ging sie nach Palästina, 1960 kam sie in die Bundesrepublik Deutschland und lebt seither in Hamburg.
Die ausgebildete Sängerin, die vor kurzem ihren 85. Geburtstag feiern konnte, steht bis heute auf der Bühne, tritt aber auch als engagierte Rednerin gegen Rassismus und Antisemitismus auf.
Die Hamburger Ehrenbürgerin und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees wurde sowohl mit der Carl v. Ossietzky Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Ein ungewöhnliches Musikexperiment.
Das Zusammenspiel der Bejaranos mit den Rappern von „Microphone Mafia“, die als Jugendliche mit „Migrationshintergrund“ in einem Kölner Arbeiterstadtteil aufwuchsen und früh mit Rassismus und Ausländerfeindlichkeit konfrontiert wurden, ist ein ungewöhnliches, musikalisches Projekt: Tradition trifft auf Moderne, jiddische Lieder auf harten Rapp, die Jüdin auf den Moslem.
In den Texten widerspiegeln sich Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart und machen nachdenklich und betroffen. Unüberhörbar aber ist der Optimismus, das JA zum Leben, das die Musiker eint.
Das Bündnis Dortmund gegen Rechts versteht das Konzert als seinen Beitrag zum Gedenken an den 27. Januar, an dem Auschwitz 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Und es erinnert ebenfalls an den 30. Januar 1933, der mit der Machtübertragung an Hitler Auschwitz erst möglich machte.
„per la vita“, am 29. 1. 2010 im Wichernhaus, Stollenstraße 36, Einlass: 19 Uhr, Eintritt frei, um Spenden für die Arbeit des Bündnisses wird gebeten.

Weitere Infos unter: http://bdgr.blogsport.de/

Den Naziaufmarsch in Magdeburg stoppen!



Am 16. Januar 2010 jährt sich zum 65.-mal die Bombardierung der Stadt Magdeburg im zweiten Weltkrieg durch alliierte Luftstreitkräfte. Seit 12 Jahren organisiert die so genannte “Initiative gegen das Vergessen“ – welche sich aus regionalen Parteifaschos und militanten Neonazis zusammensetzt – Aktivitäten rund um den Jahrestag.(…)
Wie in den Jahren zuvor werden wir den Nazis am 16.01.2010 nicht die Straßen überlassen!

Weitere Informationen

NRW und seine Nazis! Denn sie werden nicht durchkommen!

Einen ganzen Tag wollen wir am 28.11 über Strukturen und Inhalte der NeofaschistInnen hier in NRW informieren. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam über Gegenstrategien diskutieren, um für die Zukunft antifaschistisches Engagement zu stärken und uns dem braunen Mob erfolgreich entgegen stellen zu können.
Eingeladen sind natürlich alle die sich gegen rechts aktivieren wollen. Neben Gruppen, sind natürlich SchülerInnen, StudentInnen und Auszubildende herzlich eingeladen.

Um 12:00 werden wir den Tag beginnen und mit einem Überblick über die momentane Entwicklung der Szene konkret für den Raum NRW beginnen.

12:00 – 13:30 Neonazistrukturen NRW (Autonome Nationalisten/ NPD)

Nach einer kurzen Mittagspause werden wir danach weiter machen um uns an den Inhalten der Neonazis abzuarbeiten. Von antikapitalistischen Demagogien über die Kulturalisierung rassistischer Ideologie bis zur Frage Krieg und Frieden in der rechten Szene.

14:00 – 15:30 „Antikapitalismus“ von rechts. Mit Che Guevara unterm Hakenkreuz

Zum Schluss wird es uns darum gehen gemeinsam mit allen über Gegenstrategien zu sprechen. Rechte Demagogien ans Licht bringen und organisierten Widerstand auf die Straße tragen. Wie wir in Zukunft auf Aktivitäten der Neonazis reagieren werden und welche Mittel sich am besten eignen, um uns eine gemeinsame Grundlage für die zukünftigen Auseinandersetzungen zu schaffen.

16:00 – 17:30 Gegenstrategien und Hilfestellung! Von Theorie zur Praxis! Rechte Demagogien angreifen und Naziaufmärsche verhindern! NO Pasaran!

Da wir uns in Dortmund treffen werden, ist diese Veranstaltung natürlich sehr interessant für ortsansässige Gruppen und Einzelpersonen, die ja bekanntlich immer und immer wieder mit den Neonazis in Konfrontation geraten. Doch es lohnt sich auch eine Anreise von außerhalb, da auch in anderen Städten bereits neofaschistische Strukturen bestehen. Lassen wir nicht zu, dass sie sich entfalten können. Informationen gibt es genug beim Tagesseminar und vielleicht genug Kraft, um auch in anderen Städten nach Unterstützung im Kampf gegen rechts zu suchen und zu organisieren.

28.11.09 | 12:00 Uhr | Taranta Babu, Humboldtstr. 44, 44137 DO

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch kriegsbefürwortende, rassistische, nationalistische, islamophobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder Sie von dieser zu verweisen.

Film „Der Junge im gestreiften Pyjama“

Das Bündnis Dortmund gegen Rechts zeigt am 07.11.2009 um 16 Uhr im Kino Schauburg [ Brückstraße 66 – 44135 Dortmund] den Film „Der Junge im gestreiften Pyjama“
Während des Zweiten Weltkriegs lebt der 8-jährige Bruno mit seinen Eltern in einer luxuriösen Villa in Berlin. Als sein Vater, ein Nazi-Offizier, ins
Konzentrationslager Auschwitz berufen wird, folgt ihm die Familie in die ländliche Gegend. Bruno gefällt das gar nicht, da er sich in der ungewohnten Umgebung zunehmend langweilt. Auch versteht er nicht, warum alle Arbeiter auf dem benachbarten „Bauernhof“ die gleichen gestreiften Pyjamas tragen. Kurz darauf freundet er sich mit dem jüdischen Jungen Samuel an, mit dem er Dame durch den Elektrozaun spielt. Doch schon bald bringt dies erste Probleme mit sich…

Flyer: Download

V.i.S.d.P.: Bündnis Dortmund gegen Rechts
http://bdgr.blogsport.de

Antifaschistisches Blockadetraining

Gemeinsam mit Vertreterinen und Vertretern der Aktion 65 plus rufen wir für Samstag, den 29 August, 11 Uhr, zu einem öffentlichen Blockadetraining auf. Dieses soll am Ausgang des U-Bahnhofs „Stadtgarten“ stattfinden. Unser Ziel ist es, an die erfolgreichen Blockaden gegen den so genannten Antiislamisierungskongress der rechtsextremen „Bürgerbewegung Pro Köln“ im vergangenen Jahr und die Blockaden gegen den G8-Gipfel anzuknüpfen und uns für Aktionen gegen den drohenden Naziaufmarsch am 5. September fit zu machen. Gemeinsam werden wir die Nazis stoppen!

Antifaschistischer Herbstputz

Zudem beteiligen wir uns am antifaschistischen Herbstputz des Bündnisses „Dortmund gegen rechts“ am Freitag, den 28. August. Ziel ist es, den Stadtteil Dorstfeld gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Bürgerinnen und Bürgern, von neofaschistischen Aufklebern, Plakaten usw. zu reinigen. Treffpunkt: S-Bahnhof Dortmund-Dorstfeld, 15 Uhr

Informationen: bdgr.blogsport.de

Außerdem möchten wir auf diesen Termin aufmerksam machen:

„Mörderisches Finale – Naziverbrechen bei Kriegsende“

Am 27. August 2009, 18.30 Uhr, in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße, am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofes:

Was noch im Frühjahr 1945 an Naziverbrechen geschah, wird außerhalb Dortmunds zu wenig beachtet. Gegen deutsche und ausländische Antifaschisten, gegen Zwangsarbeiter und Lagerinsassen sowie gegen Wehrmachtssoldaten, die dem verlorenen Krieg ein Ende bereiten wollten, wurde ein groß angelegter Mordfeldzug in Gang gesetzt. Tausende fielen ihm noch unmittelbar vor der Befreiung zum Opfer. SS, Gestapo, einfache NSDAP-Mitglieder, Volkssturmmänner und Hitlerjungen nahmen teil an den Massakern, an Erschießungen in vielen Städten und Dörfern, am Mord an Gefangenen aus KZs und Zuchthäusern, an Standgerichten gegen Deserteure. Dabei handelte es sich sowohl um örtliche Amokläufe als auch um einen Teil der NS-Nachkriegsplanungen, mit denen ein antifaschistischer Neubeginn verhindert werden sollte. In Dortmund hat es Tradition, an diese Zeit zu erinnern, an die Mörder wie die Opfer. Es wird aber auch hier oft übersehen, dass die Ortsnamen Rombergpark und Bittermark nicht allein stehen. Das Internationales Rombergparkkomitee hat die Hinterbliebenen von Kriegsendphasenverbrechen in mindestens 30 Orten Kontakt aufgenommen. Das Ergebnis ist der von Ulrich Sander aufgeschriebene Report. Rund 140 Tatorte wurden recherchiert.

Ulrich Sander ist seit 1963 als Journalist tätig. Er war 1958 Mitbegründer der Geschwister-Scholl-Jugend in Hamburg und 1968 Mitbegründer der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend. Seit 1977 Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten, heute Bundessprecher der VVN-BdA und Landessprecher NRW.

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes/Bund der Antifaschisten in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache